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Apples iPhone ist laut Werbung nicht nur das funktionalste sondern auch das restriktivste Smartphone der Welt, das in eine Hosentasche passt. Mit dem Erwerb des iPhone wird man nicht nur an einen Provider, der das Mobiltelefon im jeweiligen Land exklusiv anbieten darf, gebunden – in Österreich ist das T-Mobile – sondern man wird darüberhinaus auch für 24 Monate an einen speziellen iPhone-Tarif (ab 39,- EUR/Monat) gebunden, an dem auch Apple mitverdient.

Was für die einen ein großartiges Geschäftsmodell ist, wird für unseren Bundeskanzler offenbar zum Verhängnis. Jedenfalls wirft das BZÖ in diesem Zusammenhang einige interessante Fragen auf, da Gusenbauer bereits vor dem offiziellen iPhone-Launch in Österreich (14.03) mit dem neuen Handy telefonierend gesichtet worden ist.

Wie ist Gusenbauer an das Handy gekommen? Wurde es "illegal" entsperrt oder wurde ein ausländischer Vertrag, bei dem in Österreich hohe Roaminggebühren anfallen würden, abgeschlossen? Wer zahlt die Gebühren und wurden in diesem Zusammenhang vielleicht sogar Privilegien wie im Fall der Business-Class-Upgrades für private Zwecke ausgenutzt?

All das will das BZÖ in einer parlamentarischen Anfrage beantwortet wissen. Zugegebenermaßen gibt es in Österreich viel wichtigeres, mit dem sich das Parlament beschäftigen sollte, aber die Idee finde ich schon sehr amüsant. Inzwischen gibt es auch eine Antwort der SPÖ: das Telefon des Kanzlers sei ein Geschenk und sei allein seine Privatsache.

22.03.2008 Virtual Net

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