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Es stehen wieder Wahlen vor der Tür und das hat mich auf die Idee gebracht, der Frage nachzugehen, wie viele Schulden eigentlich die Republik Österreich in den letzten 30 Jahren angehäuft hat und was die sieben bundesweit kandidierenden Parteien gegen diesen Schuldenberg unternehmen wollen. Auf einen Punkt gebracht: recht wenig. Auf der Website Staatsschulden.at können interessierte Bürger ab heute den aktuellen Schuldenstand der Republik abrufen. Zum Zeitpunkt dieses Blog-Eintrags beträgt die öffentliche Verschuldung EUR 158.411.757.959 (das sind über 158 Milliarden Euro)! Umgerechnet auf die Erwerbstätigen – das ist jene Gruppe, die das Defizit durch Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen am meisten spüren – beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung derzeit EUR 41.489, wofür EUR 1.797 Zinsen pro Erwerbstätigen jährlich anfallen. In Anbetracht dieser Zahlen halte ich die "Wahlzuckerln" wie das 50-Euro-Schulstartgeld oder die versprochenen Entlastungen in der nächsten Steuerreform für bedenklich. Schulden sind nicht immer etwas Schlechtes, aber in diesem Ausmaß eine Belastung, die uns noch viele Jahre beschäftigen wird.

03.09.2006 Virtual Net

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